Wake Up – Smartmob

Dieser Smartmob ist die zentrale Aktion der Jugendaktionswoche und der European Amnesty Youth Action. Alle beteiligten Gruppen in ganz Europa werden ihn am selben Tag umsetzen. Wenn ihr nicht alle Aktionen der Aktionswoche durchführen könnt, dann beteiligt euch deshalb bitte auf jeden Fall am Smartmob!

Wann? Am 14. Mai

Wo? Auf öffentlichen Plätzen, an denen sich viele (junge) Menschen aufhalten. Zum Beispiel: Schulhof, Campus, Fußgängerzone, Einkaufszentrum

Was ist das Ziel?

Wir wollen die Menschen aufmerksam machen auf:

  •  Aktuelle Menschenrechtsverletzungen, die in Europa geschehen beziehungsweise durch die EU oder euroäische Länder verursacht werden.
  • Die Lösungen, die die EU zur Beendigung dieser MRV bieten kann.
  • Die Bedeutung ihrer Stimme bei den kommenden EU-Wahlen.
  • Die Macht der Menschen, die EU(-Politiker_innen) für Menschenrechtsverletzungen in und durch Europa verantwortlich zu machen und zu fordern, dass die Menschenrechte ein größeres Gewicht in der Politik erhalten.

In aller Kürze:

Der Smartmob beginnt mit der Situation, in der unsere Gesellschaft nicht mehr aufpasst, so als ob sie alle Menschenrechtsverletzungen, die gerade stattfinden, verschlafen würde; insbesondere diejenigen, die auf europäischem Boden passieren. Wir stellen dar, dass die schlafende Gesellschaft aufwacht, wenn sie diese Menschenrechtsverletzungen bemerkt. Ihnen wird klar, was Lösungen sein könnten. Sie werden aktiv, um Veränderungen herbeizuführen: Sie erheben ihre Stimme und wählen bei der anstehenden Europawahl!

Um das darzustellen, wollen wir eine Performance aufführen, in der die Aktivist_innen so tun, als würden sie auf dem Boden (oder Matratzen, Betten oder ähnlichem) schlafen. Zwei Aktivist_innen stehen. Die Rolle dieser beiden Aktivist_innen besteht darin, die Schlafenden aufzuwecken: Der_die eine nennt eine Menschenrechtsverletzung, als ob er_sie die Tagesnachrichten vorträgt, und der_die andere sagt, wie man solche Probleme lösen könnte. Während sie diese Informationen vermitteln, wachen die schlafenden Aktivist_innen langsam auf, hören zu und stehen am Ende auf. Schließlich heben sie Karten mit einem Kreuzzeichen. Dabei rufen sie: „vote for human rights!“ ( = Stimm ab für die Menschenrechte!). Damit auch alle die Botschaft verstehen, die nicht Englisch sprechen, könnt ihr danach das deutsche Motto durch das Megafon oder ähnliches rufen: „Dein Kreuz/ X für die Menschenrechte!“

Es gibt eine einfache Version des Flashmobs, die weniger aufwändig ist. Dazu gibt es noch einige Erweiterungsmöglichkeiten (siehe unten) für alle, die Lust auf mehr haben.

Grundversion

Dauer: 20-30 Minuten
Anzahl der Menschen: 2 stehende Aktivist_innen, mindestens 3 „Schlafende“.

Materialien:

  • Decken (z.B. Amnesty-Banner/Matratzen/Betten)
  • Glocke/Wecker/Alarm oder ähnliches
  • Poster mit Kreuz (eins für jede_n Schlafende_n) – entweder Vorlage ( siehe unten) verwenden oder selbst erstellen.
  • Poster mit Infos (siehe unten)
  • Megaphon oder anderes Verstärkungsmittel (damit man die Sprechenden besser hört, muss aber nicht unbedingt sein)
  • Etwas, wodurch man euch als Amnesty-Aktivist_innen erkennt

Ablauf:

  1.  Zu Beginn sind alle Aktivist_innen auf ihrer Position wie in der Abbildung.

  1. Der Wecker klingelt
  2. Eine_r der Stehenden trägt eine Information vor. Die Sätze sollten kurz und ausdrucksstark sein. Beispiele:

In 2017 starben in nur 4 Monaten mehr als 1000 Menschen bei der Überquerung des Mittelmeers.

Im Januar 2019 erkannten nur acht europäische Länder an, dass Sex ohne Zustimmung Vergewaltigung ist.

Es gibt Länder in der EU, in denen die Arbeit von NGO’s illegal ist.

  1. Währenddessen wachen die Schlafenden auf, strecken sich, gähnen etc.
  2. Der_die zweite Stehende beginnt zu sprechen und präsentiert Lösungen. Diese müssen auch klar, klein und einfach sein.
    Beispiele:

Die EU muss sichere und legale Wege für Flüchtlinge schaffen.
Die EU muss Möglichkeiten für Flüchtlinge schaffen und Gemeinschaften unterstützen, die Flüchtlinge aufnehmen.

  1. In der Zwischenzeit sitzen die Aktivist_innen auf ihren Betten und hören zu und zeigen Überraschung mit den Nachrichten und nicken zu den Lösungen, die ihnen präsentiert werden.
  2. Die Aktivist_innen erheben sich von ihren Betten und heben Poster mit einem Kreuz, das eine Stimme darstellt, und schreien: „vote for human rights!“.
  3. Die Aktion ist beendet. Die Aktivist_innen schlafen wieder ein. Wir empfehlen, die Aktion 3 oder 4 Mal hintereinander durchzuführen.

Infoposter:

Rund um die Szene werden am Boden Infoposter aufgestellt, auf denen Passant_innen mehr Infos finden. Diese Tafeln enthalten:

  • das Amnesty-Logo,
  • den # der Kampagne,
  • die Informationen, die wir den Menschen über die in Europa stattfindende Menschenrechtsverletzungen geben wollen, und
  • die Lösung, die Amnesty präsentiert. Jede Tafel/Poster enthält andere Informationen.

Am einfachsten verwendet ihr einfach unsere Vorlage (erhältlich auf der Website der Amnesty Jugend und im Intranet), aber ihr könnt die Plakate auch anders gestalten, solange ihr auf das Amnesty-Design achtet (Infos im Intranet unter Erscheinungsbild).

Beispiel für Infoplakat

 

Die Vorlagen findet ihr auch auf der Website der Amnesty Jugend und im Intranet.

Vorbereitungen:

1. Wählt die Themen aus, über die ihr sprechen möchtet. Beachtet dabei die Ziele und Themen der Kampagne. Informationen findet ihr auf der Website der Amnesty Jugend. Bereitet eure Aktivist_innen vor: Gebt ihnen alle Informationen, die sie für diese Aktion benötigen.

3. Weist jeder_m eine Rolle zu, damit jede_r weiß, was zu tun ist.

4. Wählt den Zeitpunkt für eure Aktion und teilt ihn mit den anderen europäischen Gruppen, indem ihr eure Performance in das Pad eintragt: (https://pad.riseup.net/p/_EuropeanAmnestyYouthAction-keep) Denkt daran: Ziel dieser Aktion ist es, dass sie in allen Ländern etwa zur gleichen Zeit stattfindet.

5. Wählt einen Ort für die Aktion und stellt sicher, dass ihr eventuell notwendige Genehmigungen einholt und für Sicherheit sorgt.

6. Sammelt Informationen zu den Menschenrechtsverletzungen, die ihr vorstellen wollt und die Lösungen von Amnesty.

7. Schreibt die Sätze für die Aktion auf.

8. Schreibt den Text für die Infoposter. Gestaltet und druckt die Poster (verwendet die Vorlage, wenn ihr wollt.)

10. Besorgt alle nötigen Materialien und klärt den Transport zum Aktionsort.

11. Teilt die Veranstaltung in den sozialen Netzwerken eurer Gruppe mit den Hashtags der Kampagne. Am besten fang ihr mit der Werbung vor dem 30. April an.

12. Ladet die Presse ein, um über die Aktion zu berichten und überlegt wie die Aktion auf Social Media begleitet werden kann.

Während der Aktion:

  1. Stellt sicher, dass alle sich wohlfühlen und sicher sind.
  2. Macht Fotos und Videos von eurer Aktion und teilt sie online. Für gelungene Fotos vom Flashmob hilft es, den Raum irgendwie zu begrenzen, damit die Aktivist_innen nicht zu verloren im Raum aussehen. Versucht, die Fotos so aufzunehmen, dass der Rand der Gruppe nicht sichtbar ist – dadurch entsteht der Eindruck, als wären noch viel mehr Menschen beteiligt.

Zum Abschluss:

1. Teilt Fotos und Videos online

2. Sendet einige Informationen über die Aktion an lokale Medien und andere Einrichtungen, die junge Menschen erreichen.

3. Sprecht in der Gruppe und mit Beteiligten darüber, was gut gelaufen ist und was besser hätte werden können – davon profitiert ihr beim nächsten Mal!

Mögliche Erweiterungen

Dies sind ein paar Ideen, wie ihr das Publikum noch mehr in die Aktion einbeziehen und teilnehmen lassen könnt. Ihr müsst nicht alle umsetzen, sondern könnt aussuchen, was ihr für geeignet haltet und euch Spaß macht. Alles, was ihr oben zur Grundversion findet, gilt auch hier.

  1. Der Wecker kann durch Passant_innen ausgelöst werden. Fordert die Leute mit einem Schild dazu auf, auf dem etwas steht wie „Klingel, wenn du Veränderung möchtest.“ oder „Läute, wenn du willst, dass die Gesellschaft aufwacht!“. Wenn der Wecker/die Glocke klingelt, läuft die Aktion wie oben beschrieben. (Unabhängig davon könnt ihr die Aktion regelmäßig zum Beispiel alle 15 Minuten durchführen).
  2. Es gibt eine große Box, die eine Wahlurne darstellt. Wir empfehlen eine transparente große Box oder mehrere kleinere transparente Boxen. Die Box(en) werden mit einem Etikett versehen: „Die EU muss….“ Daneben gibt es einen Stapel Papier geben, auf die Leute ihre Vorschläge aufschreiben und in die Wahlurne(n) werfen können. Dies stellt den Wahlgang dar. Dieser Teil ist unabhängig vom Rest der Aktion, aber zeigt, dass jede_r einzelne von uns handeln muss, um Veränderungen zu erreichen.
  3. Kombiniert die Aktion mit der Fotoaktion (s.o.) und/oder mit dem Baum der Visionen!

Vorbereitungen:

  1. Teilt Schichten ein und wählt eine_n Verantwortliche_n pro Schicht.
  2. Stellt sicher, dass alle sowohl über die Aktionsformen als auch über die Inhalte gut Bescheid wissen.
  3. Habt jemanden, der_die die Wahlurne betreut und immer mindestens zwei Leute an bei der Fotoaktion oder am Infotisch, falls ihr euch für eine der Versionen entscheidet.

Während der Aktion:

Sprecht die Passant_innen an und ladet sie ein, mitzumachen. Zum Abschluss:

  1. Teilt die Fotos der Fotoaktion. Ihr könnt dazu zum Beispiel ein Album auf Facebook erstellen. Denkt daran, immer den Hashtag der Kampagne zu verwenden!
  2. Sammelt die Meinungen und Wünsche der Menschen aus der Wahlurne und findet einen kreativen Weg sie mit anderen zu teilen. Ihr könnt das zum Beispiel in einer Instagramstory oder in den Beschreibungen eurer Fotos machen.
  3. Teilt eure Inhalte mit den Social Media Accounts der European Amnesty Youth Action.
29. April 2019