INFOS FÜR GRUPPEN –


HSGs, JUGENDGRUPPEN ODER GRUPPEN MIT MITGLIEDERN DER AMNESTY-JUGEND




Hallöchen,

schön, dass du hier vorbeischaust 😀
Diese Seite ist eine niedrigschwellige Wissensdatenbank.

In der Amnesty-Jugend und der gesamten Amnesty-Bewegung gibt es sehr viel Wissen, das irgendwo schlummert. Du bist neue*r Gruppensprecher*in, aber hast keinen Plan von nix? Du hast eine Fähigkeit oder Expertise, die du gerne mit anderen teilen würdest? Ihr habt Designs erstellt, die ihr mit allen teilen würdet?

Diese Seite ist die Plattform für die Amnesty-Jugend, um Wissen zu teilen oder gezielt ins Intranet zu verweisen.

Du hast Ideen und Wünsche, welche Infos für Gruppen hier noch Platz finden sollten? Dann melde dich bei uns !





WISSENSDATENBANK FÜR GRUPPEN

Warum siehst du hier noch nicht alles? Das liegt daran, dass die Seite aktuell befüllt wird. Wenn du in einigen Wochen nochmals vorbeischaust, sieht es hier schon etwas voller aus. 😉

🟢 = Fertig befüllt | 🟡 = Wird aktuell befüllt | 🔴 = Idee/Steht auf der ToDo-Liste



🟢 Amnesty-Links🟡 Kontakte, Infokanäle, Vernetzung🟢 Mitgliedergewinnung & -pflege🟡 Vorlagen🟢 Tools🔴 Tipps und Tricks🟡 Checklisten, Leitfäden und Handbücher🔴 Ehrenamtsbescheinigung🔴 Freistellung und Sonderurlaub
Kontakte

SUCHFUNKTION IM INTRANET

Im Intranet findet ihr ein Verzeichnis der meisten Kontakte. Wenn ihr ohne den Link im Intranet direkt sucht, findet ihr „Kontakte“ in der rechten, blauen Seitenleiste.



FÜR GRUPPEN WICHTIGE KONTAKTE


REGIONALBÜRO

Das Regionalbüro besteht aus zwei Activism-Koordinator*innen. Hier kommt ihr zu den einzelnen Kontakten: Nord, Ost, Süd, Süd-West, West. Hier findet ihr die Zuständigkeiten aufgelistet.

Ihr kontaktiert euer Regionalbüro für alles, was ihr als Gruppe nicht wisst oder wenn sich ein Amt bei euch geändert hat. Ja, auch wenn ihr seit Monaten nicht in MiDas oder das Intranet reinkommt. Verwaltungsnummer – Wo? Intranet-Chaos? Nichts ist Peinlich!

Das Regionalbüro kann euch Wissen vermitteln, aber dafür müsst ihr auch den Schritt tun und eine Mail schreiben oder die Nummer ins Handy eingeben.

Ihr schafft das 😉
(Und wenn ihr es nicht schafft, kontaktiert zumindest die Amnesty-Jugend)

AMNESTY-JUGEND

Uns kontaktiert ihr, wenn es um jugenspezifische Themen geht oder ihr das Regionalbüro nicht kontaktieren möchtet. Ihr habt die Wahl, ob ihr die Jugendvertretung kontaktieren oder das Team Jugend kontaktieren möchtet.



JUGENDVERTRETUNG


Ihr könnt die Jugendvertretung kontaktieren
Wir sind auch für die Inhalte dieser Website verantwortlich, was heißt, dass wir euch häufig auch selbst Auskunft geben können, indem wir es bereits wissen, selbst recherchieren oder euch an die entsprechende Stelle verweisen.

Wir sind lieb 😀


Wenn ihr eine Einzelperson aus der Jugendvertretung kontaktieren möchtet, so schreibt uns eine Mail nach dem Muster vorname.nachname@amnesty-jugend.de

Beispiel-Mail
Betreff: Anfrage
Hallo zusammen,
wo finden wir Infos, ob wir mit einer anderen Organisation bei uns vor Ort mitmachen können?
Und wie funktioniert das mit einem eigenen Canva Pro – Zugang?
Viele Grüße



TEAM JUGEND

Ihr könnt auch Dorthe als hauptamtliche Unterstützung der Jugendvertretung und ebenfalls Ansprechperson für die Amnesty-Jugend anschreiben. Sie ist eine super liebe Person, die euch in den meisten Fragen sogar noch besser unterstützen kann als wir. Aber wir wissen natürlich, dass es eine Hürde sein kann, direkt das Hauptamt zu kontaktieren 😉

Infokanäle
Vernetzung

Die Welt und ihre Menschen verändern sich stetig. So muss es auch ein Verein, der für junge Menschen attraktiv sein möchte. Daher müssen Strukturen regelmäßig hinterfragt und angepasst werden.

Junge Menschen haben eine Vielzahl an Möglichkeiten sich zu engagieren. Warum genau soll es also Amnesty sein? Was bieten wir, das für junge Menschen die Motivation weckt, ihre Freizeit in ein Ehrenamt bei Amnesty zu stecken? Einige Ideen findest du nun hier zusammengetragen – viel Spaß beim Ausprobieren und Weiterdenken 😀




How to junge Mitglieder bekommen

 EINFÜHRUNG MIT ZWINKERSMILEY 😉

Wenn du es checkst, bist du ein (Jugend-)friend!


Digga, die Jugend hängt safe zu viel am Handy – ständig online, alles muss schnell gehen, nix mit chill mal. Wir denken oft, die sind komplett lost, aber to be honest: die ticken halt einfach anders als wir früher. Ist manchmal alles bisschen weird und laut, i guess, aber unterm Strich kriegen die ihren Kram schon irgendwie gebacken.ChatGBT über die Jugend



💡 WERBUNG

Menschen werden auf eure Gruppe nur aufmerksam, wenn ihr sichtbar seid. Um herauszufinden, wie ihr besser sichtbar werdet, kann ein Perspektivwechsel helfen: Wie habt ihr zu eurer Gruppe gefunden und was hat euch auf sie aufmerksam gemacht?

Bei Werbung ist es wichtig, dass ihr schaut, welche Ressourcen euch zur Verfügung stehen. Werben könnt ihr auf bereits existierenden oder neuen Plattformen und das gezielt oder nebenbei. Kommt ganz darauf an, wie viele Mitglieder ihr haben und wie viel Zeit ihr investieren möchtet.




Nutzt zu Beginn das, was ihr bereits habt: Website, Sozial Media (Insta) und eure Veranstaltungen. Haltet eure Website und Sozial Media Kanäle aktuell und hinterlegt Kontaktdaten, die regelmäßig gecheckt werden. Wurde eure Startseite zuletzt vor fünf Jahren geupdatet oder euer letzter Beitrag ist aus dem letzten Jahr, dann wird eine interessierte Person denken: Oh, die sind nicht so aktiv, dann suche ich mir eine aktivere Gruppe.

Nebenbei werben könnt ihr immer auf euren Veranstaltungen. Nehmt dazu bereits vorbereitete Flyer oder ein Plakat mit. Vergesst nicht eure Kontaktdaten oder einen QR-Code.

Wollt ihr gezielt werben, können euch die folgenden Listen dabei unterstützen, um eine eigene Werbestrategie auszuarbeiten. Denkt gerne weiter. Euren Ideen sind keine Grenzen gesetzt.



 💭 Diese Fragen könnt ihr euch stellen:

ZIELGRUPPE: Wen möchte ich erreichen?

 1. Studierende der eigenen Uni

  • Erstis
  • Studierende, die sich für Menschenrechte und gesellschaftliche Themen interessieren
  • Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen
  • Studierende aus anderen HSGs
  • Austauschstudierende/Internationals
  • Studierende, die bisher wenig Berührungspunkte mit Menschenrechten hatten

 2. Schüler*innen und junge Erwachsene

  • Schüler*innen in Oberstufen
  • FSJ- oder BFD-Teilnehmende
  • Auszubildende
  • Ehemalige Studierende und junge Berufstätige

 3. Aktivist*innen und Ortsansässige

  • Aktivist*innen anderer NGOs
  • Mitglieder lokaler Initiativen und Vereine
  • Mitglieder gesellschaftlich engagierten Startups
  • Weitere lokal interessierte Personen
WERBEORT: Wo erreiche ich meine Zielgruppe?

 1. Studierende der eigenen Uni

  • Erstiveranstaltungen, Hochschulgruppenmessen
  • Vorlesungen, Uni-Bibliotheken, Mensen, Studierendenwohnheime, AStA, Studierendenwerk
  • Fachschaften
  • Plena anderer HSGs
  • Veranstaltungen für Internationals, Wohnheime

 2. Schüler*innen und junge Erwachsene

  • Oberstufen
  • Seminare für FSJ und BFD, (Berufsorientierungs-)Messen
  • Berufsschulen, Ausbildungsmessen

 3. Aktivist*innen und Ortsansässige

  • NGOs, Initiativen und Vereine
  • Startups
  • Restaurants, Bars, Veranstaltungsorte
WERBEMAßNAHME: Wie erreiche ich die Zielgruppe am besten?

Nachdem ihr euch nun einige Gedanken dazu gemacht habt, wer eure Zielgruppe ist und wo sie zu finden ist, geht es nun ans Eingemachte: Wie greift ihr sie am besten ab?

Junge Menschen kann man kostengünstig über Sozial Media erreichen. Sozial Media ist aber nichts das nebenbei mal läuft, sondern gepflegt werden muss, damit ihr auch die Reichweite bekommt und halten könnt, um eure Zielgruppe anzusprechen. Wenn ihr einen eigenen Insta-Kanal habt, könnt ihr euch an den Canva Vorlagen von Amnesty orientieren und dem Auftritt anderer HSGs.

Ihr wisst am besten wie ihr junge Menschen ansprecht, denn ihr seid auch die, die Sozial Media in der Freizeit regelmäßig konsumieren. Also traut euch, euren Auftritt der Zielgruppe ‚Jugend‘ entsprechend zu gestalten. Einen Leitfaden zur Sozial Media Benutzung als Gruppe findet ihr im Intranet.

Selbiges gilt für eure Website. Der letzte Beitrag ist aus dem vergangenen Jahr? Dann denken interessierte Menschen, dass ihr nicht aktiv seid. Schreibt und postet regemäßig einen kurzen Rückblick zu euren Veranstaltungen.

 Allgemein

  • Website updaten
  • Regelmäßige Beiträge auf Sozial Media und Website
  • Sticker
  • Infoplakate (A3) und Flyer (A6) mit den wichtigsten Informationen: Was ist eure HSG? Wie oft und wo trefft ihr euch? Was sind eure Aktionen/Schwerpunkte? Kontaktmöglichkeit angeben und QR-Code zu Sozial Media (wie Instagram) oder eurer Website
  • Für Fortgeschrittene: Pressemitteilungen zu euren Veranstaltungen oder Menschenrechtsthemen für die Medien eurer Stadt über euren Presseverteiler

  •  1. Studierende der eigenen Uni

    • Einsteiger*innentreffen in euerer HSG
    • Pinnwände und Flyerständer an der Uni nutzen
    • Flyer verteilen in Mensen, Wohnheimbriefkästen, Fachschaftsräumen, anderen HSG Räumen, Pinnwände in Wohnheimen
    • An andere Veranstaltungen dranklinken und 5min Input zu eurer HSG geben
    • Profs fragen, ob ihr vor einer Vorlesung kurz eure HSG vorstellen könnt

     2. Schüler*innen und junge Erwachsene

    • Mails und Flyer an Sekretariate, Schulsozialarbeiter*innen und Schüler*innenvertretungen
    • Kontakt zu Freiwilligendiensten und Messen, für Input oder Flyerverteilung oder Mail mit Infos zu eurer HSG

     3. Aktivist*innen und Ortsansässige

    • In örtliche E-Mail-Verteiler eintragen und aktiv nutzen
    • In der Bumble-App ein Profil erstellen
    • In Veranstaltungskalender oder Veranstaltungsapps eurer Stadt Gruppentreffen eintragen
    • Flyer an NGOs, Initiativen, engagierte Startups und Vereine verteilen, damit sie diese auslegen
    • Plakate, Flyer und Bierdeckel an Restaurants, Bars, Veranstaltungsorte

How to junge Mitglieder zufrieden machen

💡 MITGLIEDERZUFRIENDENHEIT

Mitgliedergewinnung hört nicht auf, wenn eine neue Person zu eurer Gruppe dazustößt. Dann kommt der wichtigste Teil: Kommt die Person wieder? Zufriedene Mitglieder kommen wieder und übernehmen auch Aufgaben. Aber wie schafft ihr es, dass eure Mitglieder zufrieden sind?

Personen, die zum ersten Mal dabei sind, haben andere Bedürfnisse, um zufrieden aus eurer Sitzung zu gehen, als langjährige Mitglieder. Auch hier ist wieder ein Perspektivwechsel sinnvoll. Wie nehmen wir die Perspektive eines neuen Mitglieds ein, um bedürfnisorientiert unsere Sitzung zu strukturieren?



 💭 Diese Fragen könnt ihr euch stellen:

 Welchen ersten Eindruck wird das Gruppentreffen vermitteln?
Der erste Eindruck von eurer Gruppe ist super wichtig. Wenn ihr zerstritten rüberkommt, chaotisch und planlos, dann wird eine Person vermutlich nicht wieder kommen. Eine neue Person muss sich willkommen fühlen. Ob das der Fall ist, vermittelt nicht nur ihr als Personen, sondern auch euer Gruppenraum. Je gemütlicher er ist, desto eher verweilt man dort auch gerne.
  • Ansprechperson für Interessierte: Bestimmt eine oder mehrere Personen, die vor oder nach der Sitzung mit der neuen Person spricht und ihr nochmal alles erklärt und in eure Kommunikationskanäle aufnimmt
  • Hängt einen Kalender mit euren Aktionen auf, um zu zeigen, was ihr bereits alles gemacht habt und was noch ansteht
  • Hängt Plakate auf, die die Amnesty Struktur und eure Gruppenstruktur erklären
  • Nutzt Flipcharts für eure Tagesordnung, damit auch neue Personen direkt mitkommen
  • Strukturiert eure Sitzung
  • Stellt eine Wühlkiste mit Amnesty Material oder einen Willkommensbeutel zusammen
 Wie kann ich die Person direkt mit einbeziehen?
Niemand kommt gerne in eine Gruppe, die sehr geschlossen wirkt. Werden viele private Gespräche geführt und die neue Person nicht von vornherein miteinbezogen, fühlt sie sich schnell fehl am Platz.

Wechselt die Perspektive:
Was würdet ihr brauchen, wenn ihr neu in der ersten Sitzung einer anderen Organisation wärt?





Gerade zu Beginn ist alles neu. Menschen, Abläufe, Begriffe. Behaltet immer im Hinterkopf, dass eine erste Sitzung für viele Menschen überfordernd sein kann und gerade zu Beginn sehr viele Erklärungen nötig sind. Erklärungen als selbstverständlich ansehen, ist ein Aspekt von Barrierearmut. Vermeidet daher den Eindruck zu vermitteln, dass viele Erklärungen die Sitzung aufhalten würden. – Manchmal sind Wiederholungen sogar für bestehende Amnesties ganz hilfreich 😉
  • Macht ein Check-in mit Name, Pronomen, wie lange jemand dabei ist, Ämter und z. B. Highlight der Woche
  • Fragt die Person, mit welchen Ideen und Wünschen sie bereits zu euch gekommen ist
  • Verwendet keine Abkürzungen oder erklärt sie
  • Erklärt bei jedem Punkt kurz worum es eigentlich gerade geht, was bereits besprochen wurde und was noch zu klären ist
  • Stellt ToDos zusammen, die bereits von einer neuen Person bei Interesse übernommen werden können (‚Zieh dir deine Aufgabe‘)
  • Signalisiert, dass Fragen immer erlaubt sind und etwas auch nochmals erklärt werden kann
  • Zeigt, dass Menschen nicht allein gelassen werden mit ihrer Aufgabe, sondern Unterstützung möglich ist oder Fragen beantwortet werden können
 Wird die Person denken, dass sie ihre Zeit hier gut investieren kann?
Es ist nicht selbstverständlich, ehrenamtlich aktiv zu sein. Darüber hinaus gibt es heutzutage eine Vielzahl an Möglichkeiten sich zu engagieren. Warum also Amnesty?

Zeigt bereits in der ersten Sitzung, dass jede einzelne Person von Beginn an einen Beitrag leisten kann – egal wie groß und zeitintensiv. Zeigt, dass es sich lohnt für die Menschenrechte und gerade auch in eurer Gruppe aktiv zu sein.



  • Übertragt von Beginn an (kleine) Verantwortungen
  • Diesen Monat eine Demo, bei der ihr mitlauft? Ladet die Person direkt zu eurer nächsten Aktion ein!
  • Sprecht eure Fehlerkultur an und dass Aufgaben auch wieder abgegeben werden können

How to junge Mitglieder behalten

💡 MITGLIEDERBINDUNG

Ihr kennt es bestimmt: Eine Person kommt einige Male vorbei, übernimmt vielleicht auch mal eine kleinere Aufgabe, aber dann ist sie irgendwann weg. Was könnt ihr also tun, um neue Mitglieder auch zu behalten?

Mitglieder müssen das Gefühl bekommen, dass Amnesty als Plattform für ihren Aktivismus dient, um mehr Wirksamkeit und Reichweite zu erzielen. Sollte ein Mitglied bei euch aber das Gefühl bekommen, dass es wie eine unbezahlte Arbeitskraft behandelt wird, die man in die Mangel nehmen kann, ist sie ziemlich schnell weg.



 💭 Diese Fragen könnt ihr euch stellen:

Wie sichtbar und wertgeschätzt fühlen sich unsere Mitglieder in der Gruppe?
Wir sind alle in unserer Freizeit aktiv und investieren unsere Zeit freiwillig in Aktionen und Projekte. Macht immer wieder deutlich, dass Amnesty ein Ehrenamt ist.

Es fühlt sich nicht gut an, wenn man eine Aufgabe übernommen hat und man das Gefühl hat, sie nicht mehr abgeben zu können. Zeigt, dass ihr füreinander da seid. Verteilt Aufgaben auf mehrere Schultern. Und wenn mal eine Aktion nicht so klappt wie geplant, ihr sie gar absagen müsst, so what? Amnesty ist ein Ehrenamt 😉

 Sichtbar

So fühlen sich eure Mitglieder sichtbar:
  • Gebt euren Mitglieder die Möglichkeit, sich selbst zu entfalten und selbstwirksam zu sein. Bietet allen die Möglichkeit eure Gruppe, Aktionen und Ziele mitzugestalten. Empowert sie, Talente und Fähigkeiten einzusetzen oder zu entdecken
  • Seht jedes vorgebrachte Anliegen, jeden Vorschlag. Dahinter stehen immer auch Bedürfnisse. Wenn mal ein Anliegen nicht genau so umgesetzt werden kann, schaut, wie ihr dem Bedürfnis gerecht werdet
  • ToDos brauchen zwar eine konkrete Beschreibung, aber auch Freiheit wie genau man das ToDo erledigt. Setzt daher keine zu engen Grenzen. Menschen dürfen Aufgaben anders erledigen als ihr das tun würdet
  • Ihr seid zwar eine Gruppe, aber die Gruppe besteht aus einzelnen Menschen mit vielen unterschiedlichen Erfahrungen, Ballast und Bedürfnissen. Vergesst nicht die einzelne Person bei eurer Arbeit und gebt auch Raum für Privates und Persönliches

 Wertgeschätzt


Respect for my activism!

Gerade für uns junge Menschen ist Aktivismus und ein Ehrenamt bei Amnesty nicht selbstverständlich. Wir investieren unsere Zeit in Lebensbereiche wie Ausbildung, Beruf, Hobbys, Freundschaften und haben Probleme z. B. im Privaten, Existenzsorgen und müssen ausbaden was Politiker*innen in ihrem eigenen Sinne entscheiden.

Wenn wir selbst zu marginalisierten Gruppen gehören, wir intersektional betroffen sind, dann bleibt uns selten eine Wahl, ob wir aktivistisch sind. Egal, ob wir organisiert oder unorganisiert kämpfen, wir müssen es häufig, weil es unsere Existenz betrifft.

Wenn wir in Amnesty Gruppen organisiert sind, brauchen wir für dieses Engagement Wertschätzung von anderen Gruppenmitgliedern, um den Mut nicht zu verlieren. Etabliert Routinen der Wertschätzung jedes noch so kleinen Einbringens eurer Mitglieder.

Ein ‚Cool, dass du dich bei Amnesty verwirklichst‘ ist unsere Währung


Hier findest du einige Tipps wie du das Engagement von Gruppenmitgliedern wertschätzen kannst:
  • Beschäftigt euch mit Gewaltfreier Kommunikation, verwendet gendersensible und barrierearme Sprache und seid sensibilisiert für Diskriminierungen.
    👉 Amnesty hat einen Verhaltenskodex für einen respektvollen und diskriminierungssensiblen Umgang miteinander
  • Bedankt euch für jede übernommene Aufgabe bei euren Mitgliedern.
  • Bedankt euch bei euren Mitgliedern mit einer Urkunde und macht es zu einem Ritual (z.B. zum Jahresende)
  • Wertschätzende Feedbackkultur nach einer Aktion:
    Schaut zusammen nach jeder gelaufenen Aktion, was gut lief und was wie verbessert werden kann. Nehmt alle in den Blick und gebt jeder Person durch direktes Ansprechen die Möglichkeit, sich an der Feedbackrunde zu beteiligen
  • Seht Versagen nicht als Versagen einer einzelnen Person, sondern als Versagen der ganzen Gruppe. Reflektiert im Anschluss sachlich: Was hat dazu beigetragen, dass etwas nicht so geklappt hat? Welche Zahnräder haben ineinandergegriffen und wo hat es gehapert?
  • Macht in regelmäßigen Abständen (z.B. einmal im Jahr) einen internen Gruppentag, bei dem ihr euch als Gruppe die Zeit für euch, eure Arbeit und Reflexion nehmt

Was macht es lohnenswert Teil unserer Gruppe zu sein?

 Sinn und Selbstwirksamkeit

Deine Gruppe kann ein Ort sein, an dem Menschen das Gefühl bekommen, dass selbst kleine Beiträge zum großen Ganzen beitragen.
  • Bereits zu Beginn solltet ihr aufzeigen, wie vielfältig eure Aufgaben sind und dass Menschen auch neue Aufgaben nach eigenen Ideen übernehmen können
  • Wertschätzung für jeden Beitrag
  • Zeigt, welche Einflussmöglichkeiten bestehen und wie ihr als Gruppe abstraktes Unrecht konkret bearbeitet. Zeigt, wie aus Ohnmacht Handlung wird
  • Zeigt, dass jede Person ihre eigenen Themen in die Gruppe hineintragen kann und wie ihr ggf. bei der Umsetzung unterstützen könnt

 Gemeinschaft

Verbundenheit, Gemeinschafts- und Wir-Gefühl. Ihr kennt die Begriffe. Aber wie bekommt ihr es hin, dass ihr keine Zweckgemeinschaft seid?
  • Schafft Rituale, die das Wir-Gefühl stärken
  • Euch verbinden Werte, aber lebt auch die emotionale Verbundenheit. Vertraut euren Mitgliedern. Seid fürsorglich, indem ihr z.B. ein Check-in und Check-out vor und nach jeder Sitzung macht. Die Themen, die eure Mitglieder in die Gruppe hineintragen haben häufig einen persönlichen Bezug, nehmt sie daher ernst

 Kompetenzen lernen, Talente entdecken &
 Fähigkeiten einbringen

Werdet ein Ort an dem sich Menschen ausprobieren können, aus Fehlern – ohne Bewertung von außen – lernen können, persönlich über sich hinaus wachsen können. Zeigt, dass ihr euren Mitgliedern bestimmte Aufgaben zutraut, obwohl sie sie sich selbst noch nicht zutrauen würden.
  • Verantwortung übernehmen, Konflikte konstruktiv aushandeln, öffentlich sprechen, moderieren, organisieren, Workshops leiten, mit Frustration und Langsamkeit umgehen. Neues lernen und perfektionieren, geht nicht von heute auf morgen – auch wenn manchen einiges leichter fällt als anderen
  • Macht deutlich, dass das auch Kompetenzen sind, die beruflich eine Rolle spielen können und bereits bei euch in einem sicheren Rahmen ausgetestet werden können
  • Irgendwann ist immer das erste Mal für z.B. eine Rede. Sichert von vornherein die Unterstützung aus der Gruppe zu, wenn ToDos an Personen zum ersten Mal verteilt werden
  • Fragt Menschen, was sie gut können. Gemeinsam könnt ihr schauen, wie ihr bereits existierende Talente einbinden könnt
Welche Momente oder Rituale schaffen bei uns echte Gemeinschaft?

Echte Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen nicht nur miteinander arbeiten, sondern miteinander in Beziehung treten. Rituale und wiederkehrende Momente geben dafür einen sicheren Rahmen – sie schaffen Verlässlichkeit, Nähe und ein Wir-Gefühl. Rituale machen eure Gruppe zu einem Ort, an den man gerne zurückkommt. Es braucht Momente, die signalisieren: Du wirst als Mensch gesehen und nicht als Arbeitskraft.


Ankommen & Abschluss

  • Check-ins zu Beginn einer Sitzung (z. B. Name, Pronomen, Wie bist du hier, Highlight der Woche) helfen, wirklich anzukommen – nicht nur körperlich, sondern auch mental
  • Check-outs am Ende geben Raum, das Treffen bewusst zu beenden: Was nehme ich mit? Wie gehe ich raus? Was brauche ich jetzt noch?


Gemeinsames Teilen statt TO abarbeiten

Gerade bei Menschenrechtsthemen ist es wichtig, Gefühle ernst zu nehmen und nicht zu übergehen. Wir sind häufig bei Amnesty, weil wir selbst von manchen Themen betroffen sind oder zu unserem eigenen Leben Verknüpfungen herstellen.
Wenn eine queere Person queer-aktivistisch ist, darf auch Platz für das einbringen eigener Erfahrungen und das Einholen von Support in einer Sitzung sein.
  • Raum für persönliche Gedanken, Sorgen oder Freude – freiwillig und ohne Druck. Z.B. 10 min zu Beginn einer Sitzung über ein aktuell bewegendes Thema sprechen: „Was hat mich diese Woche bewegt?“ oder „Was hat mir zuletzt Hoffnung gegeben?“


Wertschätzung als gelebtes Ritual

Amnesty bietet für euren Aktivismus eine Plattform. Ihr seid nicht für Amnesty aktivistisch, sondern für euch selbst. Klopft euch daher gerne selbst und als Gruppe immer mal wieder gegenseitig auf die Schulter.
  • Sagt euch regelmäßiges gegenseitig Danke für euer Engagement – nicht nur für große Aktionen, sondern auch für kleine Beiträge.
  • Eine kurze Wertschätzungsrunde, gegenseitiger Dank am Ende der Sitzung oder eine jährliche Urkunde, die das Engagement eines jeden Einzelnen sichtbar macht


Gemeinsame Rituale über Sitzung hinaus

Schafft einen sozialen Ort und seid nicht allein eine Zweckgemeinschaft
  • Gemeinsames Essen, Teepausen, Spieleabende, Kneipenabend nach jeder 1. Sitzung im Monat oder spontane Gespräche nach der Sitzung
  • Kleine, wiederkehrende Rituale (z. B. Lieblingssong am Ende, gemeinsames Aufräumen, Kerze anzünden)


Vertrauen, Fürsorge & Sicherheit

Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen sich sicher fühlen, ehrlich zu sein
  • Schafft eine Atmosphäre, in der Fehler erlaubt sind und niemand perfekt sein muss
  • Das Wissen: Ich darf Pausen machen, Aufgaben abgeben, leiser oder lauter sein


Gemeinsame Erfahrungen

Geteilte Erfahrungen schaffen Erinnerungen – und diese verbinden langfristig
  • Aktionen, Demos, Workshops oder Gruppentage, die man zusammen erlebt
  • Gemeinsames Reflektieren danach: Was hat uns bewegt? Was hat uns gestärkt?




 EXKURS: Activism-Burn-out is real

Die Menschenrechtsverletzungen, gegen die wir ankämpfen, sind schon schlimm genug, machen wir es uns also in unserer eigenen Welt etwas leichter, gehen sorgsam miteinander um und machen Aktivismuspausen.

Achtet aufeinander 💛

Apropos: Kennt ihr schon das Resilienz-Workbook für Aktivist*innen?


 Das könnt ihr in der Sitzung sagen:

  • Amnesty ist ein Ehrenamt und Ehrenamt soll Spaß machen
  • Aufgaben dürfen wieder abgegeben werden. Eine Rechtfertigung ist nicht notwendig
  • Du merkst, du hast nun doch etwas viel um die Ohren? Kein Problem: Kommuniziere das gerne und wir schauen, wie wir dich bei deiner Verantwortlichkeit unterstützen oder dir die Aufgabe abnehmen können
  • Pausen sind erlaubt und erwünscht. Schaut auf euren Energiehaushalt und gebt gerne Bescheid, wenn euch etwas zu viel ist
  • Du darfst abtauchen und bist trotzdem jederzeit willkommen. Wir freuen uns, wenn du wieder kommst, aber fühle dich nicht dazu gezwungen



Amnesty Corporate Identity

CORPORATE IDENTITY

Amnesty hat eine Corporate Identity (CI), das heißt dass es eine Schriftart und bestimmte Farben für ein einheitliches Auftreten mit Wiedererkennungswert nach Außen gibt. Manchmal kann es sinnvoll sein, leicht von der CI abzuweichen.


FARBEN

Primärfarben

 Gelb: #ffff00

 Schwarz: #000000

 Weiß: #ffffff


Sekundärfarben

 Hellgrau: #bab4b4

 Grau: #88807d

 Dunkelgrau: #483e3d


LOGO

Werbung | Mitgliedergewinnung

WERBUNG | MITGLIEDERGEWINNUNG

Wenn ihr Werbung für Amnesty machen wollt, so findet hier viele Materialien bereits gedruckt und bestellfertig im Webshop für Gruppen unter ‚Basismaterialien‘. Bestellt mehrere Wochen vor eurer Aktion, damit die Materialien auch rechtzeitig bei euch sind. Möchtet ihr speziell Werbung für eure lokale Gruppe machen, so findet ihr hier einige Canva-Vorlagen, die andere Hochschulgruppen erstellt haben und die ihr nach euren Bedürfnissen anpassen könnt.


 Sprühschablone 60x30cm

 Plakate

 Flyer

Präsentationen

PRÄSENTATIONEN

Hier findet ihr eine Auswahl an Vorlagen für eure Präsentationen. Einige orientieren sich voll an der Corporate Identity und andere, die davon farblich leicht abweichen. Entscheidet gerne, eurem Bedarf entsprechend, welche Vorlage ihr nutzen möchtet.

Sie sind für euch als Canva-Vorlage geteilt, da ihr für eine Power-Point-Vorlage die Amnesty-Schriftart bräuchtet. Einfach das gewünschte Design-Bild anklicken und zur Vorlage gelangen 🙂



Leer
Einführung in Amnesty








Themen
Hier ist es wichtig, dass ihr selbst die Aktualität der Präsentationen überprüft.
Urkunde
Zeigt den Mitgliedern in eurer Gruppe mit einer Urkunde Wertschätzung für ihre ehrenamtliche Arbeit. Möglicherweise macht ihr das ja sogar zu einem Ritual in eurer Gruppe? Vielleicht bei der letzten Sitzung des Jahres?

Amnesty bietet deiner Gruppe eine Reihe an Tools, die du hier im Intranet findest.
Für (neue) Gruppensprecher*innen
Für eure Website
Ihr möchtet die aktuellsten Urgent-Actions, Petitionen, News oder mehr von Amnesty auf eure Website integrieren? Hier eine Anleitung:

1. Dashboard eurer Website öffnen (Das, was sich öffnet, wenn ihr euch für die Bearbeitung eurer Website anmeldet)

2. Auswahl: Design > Customizer > Widgets > Blog Seitenleiste oder Widgets Startseite

3. Auf ‚+ Widget hinzufügen‘ klicken

4. ‚RSS‘ eingeben oder auswählen

5. In einem neuen Fenster (Tab) diese Seite aufrufen: https://www.amnesty.de/rss-feed

6. RSS Feed auswählen, welches ihr in eure Website einpflegen möchtet

7. Angezeigten Link aus der Suchzeile herauskopieren (zwischenspeichern) (Bsp.: https://www.amnesty.de/rss/news)

8. Zurückgehen in vorheriges Fenster (Customizer) und in das freie Feld unter ‚Gib die URL des RSS-Feeds hier ein:‘

9. Auswählen wie viele Einträge angezeigt werden sollen 10. Auf ‚Fertig‘ klicken

– Geschafft –

Workbooks

Resilienz Workbook für Aktivist*innen



Handbücher

 Handbuch Corporate Identity


Bildung















Leitfäden


Öffentlichkeitsarbeit

Egal ob Insta, Facebook und Co., die Fachkommission Öffentlichkeitsarbeit hat hier eine Reihe an Leitfäden in ihren Unterseiten für dich zusammengestellt. In der Desktop-Version werden sie dir als Liste mit blau hinterlegten Links in der linken Seitenleiste angezeigt.

Kooperationen mit anderen

Ihr fragt euch, ob ihr mit einer Gruppe zusammenarbeiten könnt? Hier und hier findet ihr Antworten.

Inklusion und Gendergerecht

Einen Leitfaden zur Inklusion gibt es hier und den Leitfaden zur Gendergerechten Sprache hier.
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INFOKANÄLE

DER JUGENDVERTRETUNG ZU THEMEN UND TERMINEN DER AMNESTY-JUGEND


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11. Januar 2026