Jugend@Amnesty 2014

17. November 2014 – Im Rahmen des Jugend- und Hochschulgruppentreffens „Jugend@Amnesty“ haben junge Amnesty-Aktivistinnen und -Aktivisten am Samstag in Berlin gegen Folter in Mexiko demonstriert. Mit dabei: der mexikanische Menschenrechtsverteidiger Abel Barrera, der sich in seiner Heimat gegen Folter engagiert und zurzeit auch die Angehörigen der verschwundenen Studenten von Iguala unterstützt.

( © Henning Schacht Leuthener Str. 1 – D 10829 Berlin – phone (+49) 0177 6443393 -www.berlinpressphoto.de )

Aus ganz Deutschland kamen am Wochenende junge Unterstützerinnen und Unterstützer in Berlin zusammen, um sich über ihren Einsatz für die Menschenrechte auszutauschen – und sich vor Ort gegen Straflosigkeit, staatliche Gewalt und Machtmissbrauch in Mexiko einzusetzen: Mit einem Demonstrationszug vom Potsdamer Platz bis zum Pariser Platz forderten die Aktivisten und Aktivistinnen die mexikanische Regierung auf, effektiv gegen Folter vorzugehen sowie das Verschwinden der 43 Studenten aufzuklären.

Nach Ende der Demonstration leuchteten die aus Lampions geformten Wörter „Stop Folter Mexiko“ vor dem Brandenburger Tor. Daneben war eine Projektion zu den 43 verschwundenen Studenten von Iguala auf einer Leinwand zu sehen. Zum Abschluss der Aktion hielt Abel Barrera eine Rede, in der er die beängstigende Situation in seiner Heimat schilderte. 

Obwohl sich Mexiko unter anderem in der UN-Antifolterkonvention zum Kampf gegen Folter bekannt hat, sind Folter und Misshandlungen durch Polizei und Militär weit verbreitet. Bestehende Gesetze gegen Folter werden weitgehend ignoriert. Polizisten und Soldaten, die foltern, müssen keine Angst vor Strafverfolgung haben. Im Rahmen der weltweiten Kampagne „Stop Folter“ fordert Amnesty deshalb von der mexikanischen Regierung, endlich effektiv und entschlossen gegen Folter vorzugehen.

24. November 2019